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Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

wir möchten Ihnen die endodontische Behandlung Ihrer Patienten als Überweisungsauftrag anbieten. Ihre Patienten werden dabei – entsprechend der Regelung im Gutachterwesen – innerhalb von zwei Jahren nach Vorstellung in unserer Praxis ausschließlich im Rahmen Ihres Überweisungsauftrages behandelt.
Die Behandlung erfolgt nach internationalen Standards (Richtlinie der European Society of Endodontology, ESE) unter Einbeziehung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und umfasst folgendes Leistungsspektrum:

• konservative Behandlung periapikaler Prozesse (Vermeidung einer Wurzelspitzenresektion)
• Behandlung gekrümmter Kanäle
• orthograde Revisionsbehandlung
• Entfernung von Stiftaufbauten
• Entfernung von frakturierten Instrumenten
• Via falsa-Versorgung iatrogener Perforationen der Wurzel
• Behandlung unter Erhalt von vorhandenem funktionstüchtigen Zahnersatz
• Verschluss des offenen Foramen apicale bei jugendlichen Zähnen

Die gesamte endodontische Behandlung erfolgt mit dem Dentalmikroskop und unter Kofferdam. Bestandteile unserer Behandlung sind Darstellung und Reinigung aller Kanäle mit Ultraschall sowie speziellen Spüllösungen, elektronische Kanallängenmessung, Aufbereitung mit rotierenden Nickel-Titan-Instrumenten und Handinstrumenten sowie abschließende vertikale dreidimensionale Kondensation mit erwärmter Guttapercha oder Resilon.

 

 

Folgender Ablauf hat sich dabei bewährt:

Anmeldung
Wenn keine besonderen Umstände vorliegen, empfehlen wir eine Vorstellung des Patienten zur klinischen Untersuchung und Beratung über die therapeutischen Möglichkeiten, die Prognose und die Kosten. Zur Vorbereitung dieses Gesprächs hat sich die Zusendung eines aktuelles Röntgenbilds und unseres Überweisungsformulars bewährt.

Informationen Überweiser

 

Formular Überweiser

Aufklärung
Klären Sie Ihren Patienten bitte über alle bekannten Probleme auf, die im Zusammenhang mit dem zu behandelnden Zahn stehen. Bitte entscheiden Sie im Vorfeld der Behandlung, ob der Zahn prothetisch versorgbar erscheint.

Gesetzlich versicherte Patienten sollten bereits von Ihnen darüber informiert werden, dass der hohe Behandlungsaufwand privat liquidiert werden muss. Die Kosten und somit die Steigerungssätzen der Gebührenordnung orientieren sich am Aufwand der Behandlung. Auch bei Privatpatienten kann es zu Eigenanteilen kommen. Die Kosten bewegen sich jedoch meist deutlich unter denen, die für ein Implantat oder auch eine Brücke anfallen würden.

Therapieabschluss und Verlaufskontrolle
Nach Behandlungsabschluss erhalten Sie einen ausführlichen Bericht mit allen angefertigten Röntgenbildern sowie ggf. erforderlichen Hinweisen für Ihre Weiterbehandlung des jeweiligen Zahnes.

Endodontische Notfälle
In besonders gelagerten Fällen sind nach telefonischer Rücksprache kurzfristige Schmerzbehandlungen möglich.

 

 

Im Folgenden zeigen wir die Darstellung einiger unserer Behandlungsfälle:

 

Fall 1

unterer Prämolar mit komplexer Anatomie

präoperatives Röntgen mit insuffizienter WF, gegossenem Stiftaufbau und negativer Stufe der Krone distal

Rö-Mess nach Aufbaufüllung, Entfernung des Stiftaufbaus und Instrumentierung von drei Wurzelkanälen

röntgenologische GP-Einprobe vor WF

WF-Kontrolle nach warm vertikaler Kompaktion (modifizierte Schildertechnik) mit Guttapercha und AHplus

Abschlussbild nach adhäsivem Verschluss und Insertion eines Glasfaserstiftes

Recall nach zwölf Monaten und indirekter Versorgung mit Krone

 

 

Fall 2

Revision oberer Molar mit geschraubtem Stift

oberer 1. Molar mit tiefen geschraubtem Stift, parodontal kompromittiert (v.a. distal) und chronischer apicaler Parodontitis mb und db. Der Patient kommt auf Überweisung und möchte unbedingt den Zahnerhalt. Aufklärung über pathologischen Befund an Zahn 17 erfolgte.

präoperatives Röntgen distalexzentrisch

Trepanation und Freilegung des Stiftes

entfernter Stift

orientierendes Röntgen ohne patency

klinische Situation, mb2 aufbereitet

Kanäle abgefüllt

 

 

WF- Kontrolle, orthoradial und distalexzentrisch

WF- Kontrolle, orthoradial und distalexzentrisch

komplette knöcherne Rege- neration nach sieben Monaten und WF an Zahn 17

 

Fall 3

stark gekrümmter Kanal

Ausgangsaufnahme

RöMess

WF-Kontrollbild

 

Fall 4

oberer Prämolar mit 3 Kanälen

RöMess-Aufnahme mit Instrumentierung der drei vorhandenen Kanäle

tiefer Split der bukkalen Kanäle mit zwei Schaumstoffpellets markiert

klinisches Foto bukkaler Kanäle vor WF

GP-Einprobe

nach WF

WF-Kontrolle

 

Fall 5

frakturiertes Instrument unterer Molar

präoperatives Bild Zahn 46 mit separiertem Instrument in mesiolingualer Wurzel

GP-Einprobe nach Entfernung des Instruments durch Ultraschallaktivierung

WF-Kontrolle orthoradial, WF mit Guttapercha und AHplus, warm vertikale Obturation

WF-Kontrolle mesialexzentrisch

komplette knöcherne Regeneration nach zwölf Monaten

 

 

Fall 6

mesial perforierende Resorption unterer Molar, versorgt mit Mineral Trioxide Aggregate (MTA)

präoperatives Bild mit deutlich erkennbarer Radioluzenz im mittleren mesialen Wurzeldrittel

mesialexzentrische Projektion mit Darstellung der Perforation

Rö-Mess

Füllung der Perforation mit MTA nach Hypochloritspülung und Ultraschallaufbereitung, abgefüllt mit Guttapercha und AHplus in warm vertikaler Obturation

Kontroll-Röntgen nach 4 Monaten, regenerierter Parodontalspalt oberhalb der Perforation bereits erkennbar

komplette knöcherne Regeneration nach 18 Monaten

 

Fall 7

komplexe Revisionen der unteren Molaren

Der Fokus liegt hier besonders auf Zahn 37. Pat. hat leichte Beschwerden. Füllmaterial im Furkationsbereich, parodontale Sondierung ohne pathologischen Befund, Pat. wünscht unbedingt Zahnerhalt.

Erweiterte Diagnose nach intrakanalärer Inspektion: Strip-Perforation mesiolingual und -bukkal zusätzlich via falsa apikal mit Perforation im Sinne einer Begradigung. Es erfolgte eine Ultraschall-Präparation des apikalen Bereiches und eine Darstellung der beiden Strip-Perforationen und weitestgehende Entfernung des dort eingepressten WF-Materials. Revision 36 bereits 4 Monate zuvor durchgeführt, dort deutliche Heilungstendenz.

Aufgrund verzögerter Behandlung erkennt man im Abschlussbild bereits eine deutliche Heilungstendenz (drei Monate nach Behandlungsbeginn)

präoperatives Röntgenbild, chronische apicale Parodontitis mit insuffizienten Wurzelfüllungen an den Zähnen 36 und 37

Erstes orientierendes Röntgen nach Beginn der Behandlung des Zahnes 37. (Behandlung 36 hier bereits abgeschlossen)

klinisches Foto nach Reinigung, Aufbereitung und Desinfektion.

RöMess mit Guttapercha, die Entfernung des alten Materials gelang nahezu komplett

WF der mesialen Wurzel zum Verschluss der Perforationen mit MTA, klinisches Bild

nach adhäsiver Versiegelung

Abschluss-Röntgen mit vollständiger Materialentfernung und WF mit MTA und Guttapercha/AHplus

 

Fall 8

Revision zweier unterer Prämolaren mit gekrümmter und obliterierter Kanalstruktur,
präprothetische endodontische Behandlung

präoperatives Röntgenbild (Zahn 36 aufgrund Längsfraktur ad Ex)

klinische Situation nach Trepanation mit Freilegung des Stiftes Zahn 45

RöMess ohne patency

klinische Situation nach Desinfektion und Aufbereitung der Kanäle

Situation nach WF vor Insertion der Glasfaserstifte

Röntgen nach WF und
Insertion von zwei Glasfaserstiften